Apnoetauchen am Seil

Apnoe

Apnoe kommt aus dem Griechischen und bedeutet Atemstillstand (bzw. „Nicht-Atmung“). Das Wort wird korrekt dreisilbig ausgesprochen „A-pno-e“ [aˈpnoːə]. Die meisten Menschen sprechen es aber nur zweisilbig aus als „Apnö“ [apˈnøː].

Als Apnoe wird ein mehr oder weniger langes Aussetzen der Atmung bezeichnet. Ebenso wird das willentliche Anhalten der Atmung als Atemstillstand bzw. Apnoe bezeichnet (siehe Apnoetauchen).

Die Dauer eines Atemstillstands kann wenige Sekunden bis zu mehreren Minuten betragen. Der Begriff wird auch medizinisch verwendet und bezeichnet diverse Krankheitssymptome. So sind etwa unbemerkte Atemstillstände in der Nacht das namensgebende Symptom dei der Schlafapnoe.

Im Bereich des Sporttauchens ist mit Apnoe natürlich nur das willentliche Anhalten der Atmung gemeint. Der Weltrekord im Apnoetauchen liegt bei über 11 Minuten. Der deutsche Rekord immerhin bei über 10 Minuten Luft anhalten.

Apnoetaucher trainieren insbesondere ihre mentalen Fähigkeiten, um die Luft so lange wie nur irgendwie möglich anzuhalten. Jack Mayol war einer der Pioniere des Apnoetauchens. Apnoetauchen ist die älteste und ursprünglichste Form des Tauchens. Bereits in der Steinzeit haben Apnoetaucher Muscheln, Schwämme und Perlen gesammelt sowie Fische mit Speeren gejagt. Die weltweit größte Verbreitung hat Apnoetauchen daher immer noch als Form der Unterwasserjagd. Manche Naturvölker, besonders im pazifischen Raum, machen das noch heute. Zu denken ist dabei an die (abwertend) als „Seezigeuner“ bezeichneten Moken aus Thailand. Aber auch an Mittelmeerstränden kann einem schnell ein Einheimischer begegnen, der Seeigel und Tintenfische beim Apnoetauchen jagd.

Heutzutage wird Apnoetauchen als Freizeitbeschäftigung und als Tauchsport – besonders als Extremsport – betrieben. Im Freizeitbereich geht es vor allem um die Erkundung der Unterwasserwelt und um die allgemeine Konditionierung für das Gerätetauchen. Auch wenn dies begrifflich ebenfalls Apnoetauchen ist, redet man hier meist umganssprachlich vom Schnorcheln mit einer ABC-Ausrüstung. Im Leistungssport hingegen können durch gezieltes Training immer längere Apnoezeiten bzw. Strecken- und Tiefenleistungen erreicht werden.

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