Die Norm DIN EN 250:2014 zieht die Grenze bei 10 Grad. Das trifft auf praktisch jedes deutsche Freigewässer zu, auch im Sommer, sobald man unter die Sprungschicht kommt.
Und das Eis entsteht nicht im See, sondern im Regler. Wenn das Gas an der ersten Stufe vom Flaschendruck auf den Mitteldruck entspannt wird, kühlt es stark ab, das ist der Joule-Thomson-Effekt. Je mehr Gas fließt, desto kälter. Zusammen mit kaltem Wasser kann sich im Regler Eis bilden, die Mechanik blockieren, und der Regler geht in die Dauerblase: Er liefert unkontrolliert Luft, bis die Flasche leer ist.
Kaltwassertaugliche Regler sind an der entscheidenden Stelle abgedichtet. Eine Membran trennt die Mechanik vom Wasser, dazwischen sitzt eine trockene, mit Fett oder Flüssigkeit gefüllte Kammer, die den Umgebungsdruck überträgt. Kein Marketing also, sondern eine Konstruktionsfrage.
Ausführlich: Kaltwassertauchen Atemregler