Tauchen Homepage › Foren › Tauchausrüstung › Atemregler im Kaltwasser: Warum dieser Aufwand?

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    Beiträge
  • #4407
    Tauchbuddy
    Teilnehmer

    Beim Kauf wurde mir ein „kaltwassertauglicher“ Atemregler empfohlen. Ist das nicht nur Marketing? Unsere Seen frieren im Sommer ja nicht zu.

    #4429
    Taucher Tom
    Forenverwalter

    Ab welcher Wassertemperatur gilt Wasser denn als kalt?

    #4465
    Tauchbuddy
    Teilnehmer

    Unter null? Oder so um fünf Grad?

    #4477
    Taucher Tom
    Forenverwalter

    Die Norm DIN EN 250:2014 zieht die Grenze bei 10 Grad. Das trifft auf praktisch jedes deutsche Freigewässer zu, auch im Sommer, sobald man unter die Sprungschicht kommt.

    Und das Eis entsteht nicht im See, sondern im Regler. Wenn das Gas an der ersten Stufe vom Flaschendruck auf den Mitteldruck entspannt wird, kühlt es stark ab, das ist der Joule-Thomson-Effekt. Je mehr Gas fließt, desto kälter. Zusammen mit kaltem Wasser kann sich im Regler Eis bilden, die Mechanik blockieren, und der Regler geht in die Dauerblase: Er liefert unkontrolliert Luft, bis die Flasche leer ist.

    Kaltwassertaugliche Regler sind an der entscheidenden Stelle abgedichtet. Eine Membran trennt die Mechanik vom Wasser, dazwischen sitzt eine trockene, mit Fett oder Flüssigkeit gefüllte Kammer, die den Umgebungsdruck überträgt. Kein Marketing also, sondern eine Konstruktionsfrage.

    Ausführlich: Kaltwassertauchen Atemregler

    #4518
    Der Tauchausbilder
    Teilnehmer

    Und im Kurs üben wir genau deshalb, was bei einer Dauerblase zu tun ist. Mit der richtigen Ausrüstung ist das selten, aber man sollte den Ablauf kennen, bevor man ihn braucht.

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