Das Wrack der Zenobia (engl. Zenobie) ist ein Muss für jeden Taucher, der Wracktauchen auf Zypern geht. Dieses Wrack gilt als eines der besten und interessantesten Schiffswracks für Sporttaucher im Mittelmeer. Das Schiff ist ein wahrer Gigant, es sank auf seiner Jungfernfahrt von Schweden nach Syrien. Die verbreitete Darstellung lautet: Ein Fehler im Computersystem der Fähre habe eine durch die Ladung bedingte Schieflage nicht durch kontrolliertes Füllen der Wassertanks auf der Gegenseite ausgleichen können; stattdessen seien die Ballasttanks auf der Steuerbordseite noch weiter geflutet worden, bis das Schiff kenterte. Gesichert ist das nicht. Die Ursache ist bis heute umstritten, im Raum stehen auch Versicherungsbetrug und Sabotage. Wer die Geschichte erzählt, sollte das dazusagen.
Das Wrack der Zenobia liegt vor Larnaca
Die Zenobia sank am 7. Juni 1980. In dem Wrack liegen die Sattelzüge mitsamt Aufliegern – die Angaben schwanken je nach Quelle zwischen 104 und 108 Fahrzeugen (wie auch im Wrack der Zakynthos) mitsamt ihren Aufliegern. Das Wrack befindet sich weniger als zwei Kilometer vor der Stadt Larnaca und ist daher gut mit einem Tauchboot zu erreichen.
Wie tief liegt das Wrack der Zenobia?
Die flachste Stelle liegt bereits in knapp 17 bis 18 Meter Tiefe. Die tiefste Stelle des Wracks liegt auf maximal 42 m Tiefe, also unterhalb der 40-Meter-Grenze des Sporttauchens und deutlich unterhalb der 30 Meter, bis zu denen im Kurs für fortgeschrittene Taucher (AOWD) ausgebildet wird. Das heißt nicht, dass das ganze Wrack für alle offensteht: Wer einen Tauchgang plant, plant ihn für seine Tiefe. Der obere Bereich zwischen 16 und 24 Metern ist Sporttauchgebiet, die tiefen Abschnitte und alles im Inneren sind es nicht. Allein wegen seiner Größe ist das Wrack ein imposanter Blickfang unter Wasser. Von außen kann man zahlreiche Fische und Schwämme beobachten.
Im Wrack gibt es viele Dinge zu sehen
Auch wenn am Wrack der Zenobia auch Anfänger auf ihre Kosten kommen, ist das 172 Meter lange Schiffswrack insbesondere für technische Taucher und für Wracktaucher von hoher Anziehungskraft. Da das Schiff sehr schnell sank, ist fast die gesamte Ladung im Innenraum des Schiffs noch vorhanden. Man kann komplett eingerichtete Kajüte bestaunen, sowie das Restaurant. Daneben im Laderaum die unzähligen Lastwagen, zum Teil noch mit Resten der Ladung.
Ins Innere sollten nur erfahrene Wracktaucher
Dabei liegen die interessantesten Stellen im Innenraum jedoch in immerhin rund 35 Meter Tiefe. Einen Tauchgang in das Innere des Wracks sollten daher nur erfahrene (Wrack-)Taucher oder Höhlentaucher unternehmen. Besonders im Maschinenraum kann es sehr eng werden, nichts für Tauchanfänger! Anfänger können sich in Begleitung und mit Hilfe eines erfahrenen Tauchers in die lichtdurchfluteten Bereiche des Wracks hinein begeben, um so erste Erfahrungen im Wracktauchen zu bekommen. Bevor es dann weiter ins Innere geht sollte man aber ein Wracktauchbrevet erworben haben und auch die entsprechende Ausrüstung, wie Leinen, Tauchlampen und Marker mit sich führen.
Special: Nachttauchgang an der Zenobia
Ein besonderes Erlebnis ist ein Nachttauchgang an diesem bekannten Wrack. Hier sollte man aber neben einer guten Tauchlampe einige Erfahrung mit sich bringen, jedenfalls wenn man in das Innere des Wracks der Zenobia tauchen will. Hier ein Video von einem Nachttauchgang an der Zenobia.

Schöner Beitrag über das Tauchen an der Zenobia. Ich muss zugeben, das macht Lust auf mehr und ich denke, die Destination Zypern muss jetzt unbedingt auf meine Bucket-List 😀 Weiterhin gute Luft und schöne Grüße, Jan