Tauchen im Mittelmeer

Das Mittelmeer ist für Taucher aus dem deutschsprachigen Raum das nächstgelegene warme Revier: mit dem Auto oder in zwei Flugstunden erreichbar, ohne Fernreise, mit einer Saison, die vom späten Frühjahr bis in den Oktober reicht. Wer schon einmal in den Tropen war, wird die Farbenpracht eines Korallenriffs vermissen. Dafür bietet das Mittelmeer etwas anderes: Steilwände und Grotten, klares Wasser über Felsgrund – und eine Dichte an Wracks, wie sie kaum ein anderes Meer hat.

Die Reviere auf tauchen.xyz

Frankreich – die Wracks vor Hyères und Cavalaire, die Steilküste der Calanques und die Buchten Korsikas. Viel davon liegt in Nationalparks, was besondere Regeln bedeutet: In Port-Cros ist das Gerätetauchen genehmigungspflichtig, in Scandola auf Korsika ganz verboten.

Kroatien – die Adria mit über tausend Inseln, Felsformationen mit Kavernen und Höhlen, gute Sicht und kurze Anfahrt über Land.

Griechenland – Inselwelt, Antike unter Wasser und ein Land, das seine Tauchgebiete in den vergangenen Jahren deutlich geöffnet hat.

Was das Mittelmeer ausmacht

Wracks statt Riffe. Zwei Weltkriege, jahrtausendealte Handelsrouten und eine stark befahrene Küste haben auf dem Grund des Mittelmeers eine Dichte an Wracks hinterlassen, die es sonst kaum gibt – vom Frachter in Sporttauchtiefe bis zum Ziel für technische Taucher. Was dabei zu beachten ist, steht im Lexikoneintrag Wracktauchen.

Schutzgebiete gehören dazu. Ein großer Teil der attraktiven Küstenabschnitte steht unter Schutz. Das ist gut für den Bestand und meist auch für den Tauchgang – es heißt aber, dass Regeln gelten: Bojen statt Anker, keine Entnahme, gelegentlich Genehmigungspflicht oder Tauchverbot. Diese Regeln unterscheiden sich von Land zu Land und von Park zu Park; sie gehören in die Reiseplanung und nicht zu den Überraschungen vor Ort.

Die Temperatur täuscht. An der Oberfläche wird es im Hochsommer sommerlich warm. Unterhalb der Sprungschicht sieht das anders aus – wer auf Wracktiefe geht, richtet den Anzug nicht nach dem, was das Thermometer an der Wasseroberfläche zeigt.

Der Tidenhub spielt keine Rolle. Anders als an Nordsee oder Atlantik ist der Gezeitenunterschied im Mittelmeer gering. Einstiege sind dadurch gut planbar; wichtiger sind Wind und Welle – im westlichen Mittelmeer vor allem der Mistral.

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Italien, Spanien, Malta und die Türkei fehlen hier bislang. Sie kommen dazu, sobald wir sie mit derselben Sorgfalt beschreiben können wie die drei vorhandenen Ziele. Detailseiten zu einzelnen Orten und Tauchplätzen entstehen nach und nach unterhalb der Länderseiten.