X-CCR Rebreather

Darstellung eines geschlossenen Kreislauftauchgeraets mit Atemschlaeuchen, Gegenlunge, Kalkfilter zur Kohlendioxidbindung und den Gasflaschen fuer Sauerstoff und Diluent.
Closed circuit rebreather.JPG — KVDP, Public domain, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Closed_circuit_rebreather.JPG

Der X-CCR (auch XCCR geschrieben) ist ein elektronisch geregeltes Kreislauftauchgerät des Herstellers iQsub Technologies, das im technischen Tauchen und bei Expeditionstauchgängen eingesetzt wird. Die Abkürzung CCR steht für Closed Circuit Rebreather, also Gerät mit vollständig geschlossenem Atemkreislauf.

Was ein Kreislaufgerät anders macht

Beim gewöhnlichen Gerätetauchen mit offenem System wird jeder Atemzug ins Wasser abgegeben — mit dem größten Teil des Sauerstoffs ungenutzt. Ein Kreislaufgerät führt das Atemgas stattdessen im Kreis: Das ausgeatmete Gas durchläuft einen Kalkfilter, den Scrubber, der das Kohlendioxid chemisch bindet. Dem gereinigten Gas wird so viel Sauerstoff zugesetzt, wie der Taucher verbraucht hat, und es wird erneut geatmet.

Daraus folgen die drei bekannten Vorteile: sehr lange Tauchzeiten aus kleinen Flaschen, ein optimal auf die Tiefe abgestimmter Sauerstoffanteil und nahezu keine Blasen. Und daraus folgt zugleich die Kehrseite — versagt die Regelung, atmet der Taucher unbemerkt ein Gemisch, das zu wenig oder zu viel Sauerstoff enthält. Kreislaufgeräte erfordern deshalb eine eigene, gerätespezifische Ausbildung und eine disziplinierte Checklistenroutine vor jedem Tauchgang.

Herstellerangaben zum XCCR

Der Hersteller nennt für das Gerät unter anderem:

  • drei Sauerstoffsensoren und zusätzlich einen fest eingebauten CO₂-Sensor
  • ein Elektronikpaket von Shearwater
  • zwei Lithium-Ionen-Zellen der Bauform 18650 als Stromversorgung
  • eine Einsatzdauer von mindestens sechs Stunden, auch in Tiefen über 150 Metern
  • wasserdichte Steckverbinder, spezifiziert bis 300 Meter
  • Aufbau aus Edelstahl

Der eingebaute CO₂-Sensor ist die Angabe, die den Unterschied macht: Ein erschöpfter Scrubber ist die klassische stille Gefahr am Kreislaufgerät, weil ansteigendes Kohlendioxid vom Taucher zunächst kaum bemerkt wird. Die Mehrzahl der Geräte überwacht das nicht direkt, sondern rechnet mit Standzeiten.

Hier ist Vorsicht angebracht: Angaben zur CE-Zertifizierung nach EN 14143, zur Scrubber-Kapazität in Gramm und zum Gesamtgewicht ließen sich in der Herstellerbeschreibung nicht auffinden. Wer das Gerät ernsthaft in Betracht zieht, sollte diese Punkte beim Vertrieb erfragen. Auch die früher hier genannte Standardausstattung — Flaschengrößen, Gegenlungenvarianten, Ventilbestückung — ist eine Produktkonfiguration, die sich ändern kann.

Die Baugruppen, kurz erklärt

Die Begriffe, die in Beschreibungen von Kreislaufgeräten auftauchen, meinen im Kern immer dasselbe:

  • Scrubber — der Kalkbehälter, der das Kohlendioxid bindet. Beim Radial-Scrubber durchströmt das Gas ihn von innen nach außen, was den Atemwiderstand senkt.
  • BOV (Bailout Valve) — ein Mundstück, das sich mit einem Griff vom Kreislauf auf ein offenes System umschalten lässt, ohne das Mundstück wechseln zu müssen.
  • Diluent — das Verdünnungsgas, meist Luft oder Trimix, das den reinen Sauerstoff auf einen atembaren Partialdruck bringt.
  • Gegenlungen (Counterlungs) — flexible Beutel, die das Atemvolumen im Kreislauf aufnehmen. Sie liegen entweder auf dem Rücken oder über den Schultern.
  • ADV und MAV — automatisches beziehungsweise manuelles Ventil zur Gaszugabe.
  • HUD — eine Anzeige im Sichtfeld, die den Sauerstoffstatus meldet, ohne dass der Taucher auf ein Display sehen muss.

Quellen

  • iQsub Technologies: XCCR — Sensorbestückung, Elektronik, Stromversorgung, Einsatzdauer und Tiefenangaben des Herstellers

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