Tauchen am Riff

Tauchgang

Ein Tauchgang (TG) ist ein Aufenthalt unter Wasser. Dieser wird in der Regel mit technischen Hilfsmitteln, wie etwa einem Drucklufttauchgerät, durchgeführt. Ziel eines Tauchgangs können unterschiedliche Dinge sein. Vergnügen oder eine bessere Tauchausbildung stehen für den Sporttaucher im Vordergrund, Apnoetaucher suchen hingegen oft die Grenzerfahrung und allgemein sportliche Herausforderung. Forschungstaucher und auch Berufstaucher müssen hingegen Tauchgänge durchführen, um die von Ihnen verlangten Arbeiten auszuführen und ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Kurz unter Wasser – reicht das?

Die Antwort auf diese Frage lautet eindeutig nein. Auch wenn man den Aufenthalt unter Wasser als Tauchgang definiert, reicht nicht jeder noch so kurze Aufenthalt unter Wasser aus. Die Tauchsportorganisation PADI hat als minimale Anforderung an einen Tauchgang festgelegt, dass der Taucher sich für mindestens 20 Minuten mindestens 5 m tief unter der Wasseroberfläche befindet. Alternativ reicht es auch aus, dass der Taucher bei dem Aufenthalt unter Wasser insgesamt mindestens 1400 Liter Atemgas im nicht komprimierten Zustand unterhalb der Wasseroberfläche eingeatmet hat.

Jeder Tauchgang braucht Vorbereitung

Vor jedem Ausflug in die Unterwasserwelt bedarf es einer sorgfältigen Vorbereitung. Auch Sporttaucher, bei denen der Spaß und das Freizeitvergnügen im Vordergrund stehen sollten hinsichtlich der Tauchgangsvorbereitung besondere Sorgfalt einhalten, damit der Spaß nicht plötzlich bitterer Ernst wird. Besonders wichtig bei der Tauchgangsvorbereitung ist die Informationsbeschaffung über das Tauchgewässer und natürlich auch über die Tauchpartner (Buddies). Wer den Ausbildungsstand seiner Tauchpartner nicht kennt, kann eventuelle Risiken nicht abschätzen. Das gleiche gilt für das Tauchgewässer. Hier ist wenigstens zu klären, ob es gefährliche Strömungen, Tiere oder sonstige Gefahren gibt.

Jeder Tauchgang hat 3 Phasen

Ein Tauchgang beginnt unmittelbar nach dem Einstieg des Wassers und dem Verlassen der Wasseroberfläche. Dabei teilt man einen Tauchgang in insgesamt drei Phasen ein:

  1. 1. Kompression (abtauchen)
  2. 2. Isokompression
  3. 3. Dekompression (auftauchen)

Diese drei Phasen werden zusammen als Druckphase bezeichnet. Die erste und die zweite Phase ergeben zusammengerechnet die sogenannte Grundzeit.

Jeder Tauchgang gehört ins Logbuch

Nach Abschluss eines Tauchgangs wird dieser im Logbuch des Tauchers aufgezeichnet. Denn jeder Taucher muss gegenüber Tauchbasis, Tauchlehrer oder auch Tauchpartner im Bedarfsfall den Nachweis erbringen können, welche praktischen Erfahrungen er besitzt. Außerdem ist es eine schöne Erinnerung an den Tauchgang. Ob man dabei nur die Daten des Tauchgangs aufschreibt, oder sogar einen eigenen Taucherstempel ins Logbuch der Tauchpartner drückt, ist und bleibt Frage des persönlichen Geschmacks.

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