
In Key West passiert der Sonnenuntergang nicht nebenbei. Er ist ein Programmpunkt, auf den sich die Insel jeden Abend neu einstellt. Wenn die Sonne tief steht, füllen sich die Ufer im Westen, und für eine gute halbe Stunde schaut alles in dieselbe Richtung: hinaus auf den Golf von Mexiko.
Wo du dich hinstellst
Der bekannteste Platz ist der Mallory Square am Ende der Duval Street. Dort wird der Abend zum Rummel, mit Publikum, Musik und allem, was dazugehört. Wer einen Platz direkt am Wasser will, sollte deutlich vor der eigentlichen Vorstellung da sein.
Ruhiger geht es am Sunset Pier zu. Von dort schaust du auf Sunset Key, das der Küste vorgelagert ist und im Gegenlicht als dunkle Silhouette vor dem Farbverlauf steht. Wer den Trubel meiden möchte, ist hier besser aufgehoben als mitten im Gedränge.
Vom Wasser aus
Vom Boot sieht derselbe Untergang anders aus: keine Häuserzeile im Rücken, freier Horizont, Bewegung unter den Füßen. Ausfahrten am Abend gehören in Key West seit jeher zum Bild des Hafens — welche davon gerade fahren und wann sie ablegen, fragst du am besten vor Ort oder direkt bei deiner Tauchbasis nach. Verlässliche Angaben dazu ändern sich zu oft, um sie hier festzuschreiben.
Der passende Abschluss eines Tauchtags
Für Taucher trifft es sich gut, dass dieses Schauspiel in die Abendstunden fällt. Der Tag im Wasser ist dann vorbei, die Ausrüstung hängt zum Trocknen, und es bleibt genau die Art von Zeit, für die man im Urlaub eigentlich herkommt. Von den Riffen vor der Küste bis zum Ufer, an dem du abends stehst, ist es in Key West ohnehin nie weit — mehr dazu auf der Seite Key West.
Drei Dinge, die den Abend besser machen
- Früh genug losgehen. Der schöne Platz ist vor der Sonne da.
- Ein paar Wolken sind kein Ärgernis, sondern die halbe Miete. Ein völlig klarer Himmel gibt weniger her als einer, in dem sich das Licht bricht.
- Nicht sofort gehen. Die kräftigsten Farben kommen oft erst, wenn die Sonne schon weg ist.
