Flossen - mit Tauchflossen aus dem Boot

Taucherflossen

Als Flossen werden sowohl Schwimmflossen als auch Taucherflossen bezeichnet. Taucherflossen sind Schwimmhilfen, durch die die Vortriebsflächen der Beine eines Schwimmers oder Tauchers vergrößert werden. Sie ermöglichen eine schnellere Fortbewegung im Wasser. Je nach Sportart und Schwimmstil kommen unterschiedliche Taucherflossen zum Einsatz. Beim Delfinschwimmen wird beispielsweise eine Monoflosse verwendet.

 

Taucherflossen

Beim Tauchen werden vorzugsweise Taucherflossen eingesetzt, die größere Vortriebsflächen als Kraulflossen zum Schwimmen haben. Beim Apnoetauchen und Schnorcheln mit ABC-Ausrüstung (Tauchmaske, Schnorchel und Flossen) können alle Flossenarten benutzt werden. Die Tauchsportindustrie hat jedoch speziell an die Bedürfnisse der Freitaucher angepasste Apnoeflossen mit einem längeren Flossenblatt entwickelt.

Flossenmaterialien

Taucherflossen werden aus Gummi, Polyurethan, PVC und anderen Kunststoffen gefertigt. Immer öfter werden auch glasfaser- oder kohlenstofffaserverstärkte Verbundwerkstoffe eingesetzt, um härtere Flossenblätter mit mehr Vortrieb herzustellen. Alle Flossen bestehen aus einem Fußteil und einem Flossenblatt. Je nach Form des Fußteils unterscheidet man geschlossene Schwimmflossen und
Geräteflossen, auch offene oder Fersenbandflossen genannt. Durch die offene Ferse wird der Einstieg in die Flossen erleichtert, denn Geräteflossen werden mit wärmeisolierenden Neoprenfüßlingen, Rockboots oder einem Trockentauchanzug mit integrierten Gummi- oder Neoprenfüßlingen getragen. Die Geräteflossen werden mit verstellbaren Gummi- oder Edelstahl-Federbändern am Fuß gehalten. Geschlossene Tauchflossen haben den Füßling quasi bereits an der Flosse. Sie sind im warmen Wasser sehr geeignet, sogar zum Gerätetauchen.

Spezielle Flossen

Folgende Spezialvarianten von Taucherflossen gibt es:

Split Fins

In der Mitte längs geteilte Flossen. Laut Hersteller soll die Bewegung damit kraftsparend sein. Ein schnelleres Fortbewegen ist bei diesen Flossen hauptsächlich durch eine Erhöhung der Trittfrequenz möglich. Diese wird durch den geringeren Wasserwiderstand möglich.

Apnoeflossen

Meist lang und schmal. Sie ermöglichen einen starken Vortrieb bei langsamer Flossenbewegung. Effizienz ist oberstes Ziel, denn es muss Luft gespart werden, schnelle Bewegungen mit viel Muskelaktivität verbrauchen Sauerstoff.

Monoflossen

Sie werden beim Tief- und Streckentauchen sowie beim Flossenschwimmen verwendet, finden aber in letzter Zeit auch beim Apnoetauchen zunehmend Anwendung. Im Schwimmsport wird die Monoflosse als Hilfsmittel zum Erlernen des Schmetterlingsschwimmen (Delfinschwimmen) eingesetzt. Bei der Monoflosse stecken beide Füße in einer großflächigen Flosse.

Rescue Fins

Flossen für den Rettungssport, das Unterwasser-Rugby und Unterwasserhockey. Sie werden für den Wettkampf genutzt und bestehen aus GFK oder CFK.

Flap Fins (auch Schwimmschuhe genannt)

Schwimmflossen für das Brustschwimmen. Flap Fins sind besonders zum Erlernen des Beinschlages beim Brustschwimmen geeignet. Durch vergrößerte Vortriebsflächen wird der Wasserwiderstand in der Schlagphase erhöht und kann vom Lernenden besser erfühlt werden. Ein Benutzer lernt von Anfang an einen symmetrischen Beinschlag, sodass Schwimmfehler wie der „Scherenbeinschlag“ oder der sogenannte „Spitzfuß“ verhindert werden.

Force Fins

Eine stark verbreiterte elastische Geräteflosse mit modifiziertem Fußteil, die mehr Vortrieb erzeugen soll.

Jet Fins

1967 von der Firma Beuchat International entwickelt. Eine besondere Form der Geräteflosse, die für zwei Jahrzehnte als Referenz für Taucher weltweit galt und auch heute noch gerne im Bereich des Trockentauchens verwendet wird.

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