Eine Flasche wird über den Tauchgang leichter. Bei einer 12-Liter-Stahlflasche mit 232 bar sind das gut drei Kilogramm, bei zwei Aluminiumflaschen im Sidemount über vier. Dieser Rechner sagt Ihnen, wie viel es bei Ihrer Flasche ist — und wie sie sich bei jedem Zwischendruck verhält.

Wählen Sie eine der hinterlegten Flaschen oder tragen Sie eigene Werte ein. Das Leergewicht steht meist in die Flaschenschulter eingeschlagen.

Der Wert, auf den es ankommt, ist der letzte: der Auftrieb, den die Flasche zwischen voll und leer gewinnt. Wer sich am Anfang des Tauchgangs korrekt bebleit fühlt, ist am Ende um genau diesen Betrag zu leicht.

Tabelle und Rechner werden ohne Gewähr zur Verfügung gestellt. Eine Haftung für ihre Benutzung wird nicht übernommen. Die Verantwortung für die Gasplanung und für jeden Tauchgang liegt allein beim Benutzer.

Was der Rechner rechnet

Archimedes, in drei Teilen:

Verdrängung = Innenvolumen + Flaschenmasse ÷ Materialdichte + Ventilmasse ÷ 8,5
Auftrieb bei Druck p = Verdrängung × Wasserdichte − (Flaschenmasse + Ventil) − Innenvolumen × Luftdichte(p)

Materialdichten: Stahl 7,85 kg/l, Aluminium (6061-T6) 2,70 kg/l, Messing für das Ventil 8,5 kg/l. Die Luftdichte kommt aus einer Zustandsgleichung bei 15 °C, nicht aus der Faustformel mit 1,293 g/l — bei 300 bar macht das 0,7 kg Unterschied. Warum, steht ausführlich auf der Seite zur Auftriebstabelle.

Gerechnet wird ganzzahlig, in Millilitern und Gramm — wie in unseren übrigen Rechnern. Fließkomma verliert bei Werten, die exakt aufgehen, den letzten Meter beziehungsweise hier das letzte Gramm. Der Rechner benutzt denselben Kern wie die Tabelle; alle 320 Tabellenwerte stimmen mit ihm überein.

Wie genau das ist

Gegen die Herstellerangaben von Luxfer, die für Aluminiumflaschen veröffentlicht sind, trifft das Modell auf ein bis drei Hundertstel Kilogramm. Bei Stahl liegt es innerhalb der Rundung, mit der die Hersteller selbst arbeiten.

Die Grenze liegt woanders: Fertigungsstreuung. Faber gibt für eine 12-Liter-Flasche mit 232 bar je nach Zulassungsnorm zwischen 13,0 und 14,6 kg Leergewicht an — 1,6 kg Spanne. Wenn Sie das Leergewicht Ihrer Flasche kennen, tragen Sie es ein; dann rechnet der Rechner für Ihre Flasche und nicht für einen Durchschnitt.

Wofür man das braucht

  • Flaschenwechsel. Wer von Stahl auf Aluminium umsteigt oder umgekehrt, ändert seinen Bleibedarf um mehrere Kilogramm. Der Unterschied lässt sich vorher ausrechnen statt im Wasser herauszufinden.
  • Sidemount und Doppelgerät. Zwei Flaschen bedeuten die doppelte Änderung über den Tauchgang. Bei Aluminium wandert die Tarierung dabei von negativ nach positiv.
  • Der Sicherheitsstopp. Bebleit wird für das Ende des Tauchgangs, nicht für den Anfang. Die letzte Zeile des Rechners sagt, wie viel Auftrieb bis dahin dazukommt.
  • Reise und Leihflaschen. Wer zuhause Stahl taucht und im Warmwasser eine AL80 bekommt, kann seinen Bleibedarf abschätzen, bevor er am Steg steht.

Was der Rechner nicht ist

Er ersetzt den Bleicheck nicht. Die Bleimenge hängt von Anzug, Unterzieher, Jacket, Lunge und Körperbau ab — die Flasche ist nur ein Teil der Rechnung, wenn auch der, der sich während des Tauchgangs ändert.

Siehe auch: Die fertige Tabelle für 32 gängige Flaschen · alle Tauchrechner · Lexikon: Tarierweste

Haftungsausschluss

Tabelle und Rechner werden ohne Gewähr zur Verfügung gestellt. Eine Haftung für ihre Benutzung wird nicht übernommen. Die Verantwortung für die Gasplanung und für jeden Tauchgang liegt allein beim Benutzer.

Wo finde ich das Leergewicht meiner Flasche?
Es ist in die Flaschenschulter eingeschlagen, meist als „TW“ oder „Tara“ mit einer Zahl in Kilogramm, neben Prüfdruck, Volumen und Prüfstempeln. Achtung: Diese Angabe gilt in der Regel ohne Ventil. Der Rechner addiert das Ventil separat — tragen Sie also das eingeschlagene Gewicht ein, nicht das gewogene Gesamtgewicht.
Was trage ich bei einem Doppelgerät ein?
Rechnen Sie zunächst eine Flasche und verdoppeln Sie das Ergebnis. Für Brücke und Schellen setzen Sie den Zuschlag über das Feld „Ventilmasse“ an — eine Doppelbrücke mit zwei Ventilen wiegt deutlich mehr als ein Monoventil. Wiegen ist hier zuverlässiger als schätzen.
Warum steht bei manchen Flaschen ein Pluszeichen?
Dann schwimmt die Flasche bei diesem Druck auf. Das ist bei Aluminiumflaschen die Regel, sobald sie halb leer sind, und bei einigen leichten Stahlflaschen im Salzwasser ebenfalls. Genau deshalb ist die letzte Spalte wichtig: Eine Flasche, die am Ende auftreibt, zieht Sie beim Sicherheitsstopp nach oben.
Warum rechnet der Rechner mit 15 °C?
Weil der Fülldruck einer Tauchflasche nach EN 144 auf 15 °C bezogen ist. Eine Flasche, die im Sommer direkt nach dem Füllen 232 bar zeigt, hat abgekühlt weniger. Die Gasmasse selbst ändert sich dabei nicht — nur der abgelesene Druck. Für die Rechnung zählt die Masse.
Kann ich auch mit einer anderen Wasserdichte rechnen?
Der Rechner bietet Süßwasser mit 1,000 und Salzwasser mit 1,025 kg/l. Das sind die Werte, mit denen in der Ausbildung gerechnet wird. Die Ostsee liegt mit rund 1,005 bis 1,015 dazwischen — wer dort taucht, liegt zwischen den beiden angezeigten Werten, näher am Süßwasser.