Rund 25-mal schneller, und kaltes Wasser beschleunigt das noch erheblich. Das Tückische an der Unterkühlung ist, dass sie schleichend kommt. Gefährlich wird es genau dann, wenn man den Kälteeinbruch nicht bewusst wahrnimmt und erst spät reagiert. Leichte Unruhe, Zittern und Konzentrationsverlust sind die Anzeichen, die du ernst nehmen solltest, nicht wegdrücken.
Ein Tauchgang lässt sich jederzeit abbrechen, und ein frühzeitiger Abbruch ist im Winter oft die richtige Entscheidung. Plan die Tauchzeit von vornherein konservativ, weil die Kälte den Körper oft schneller belastet als erwartet, und sprich mit deinem Buddy vorher Handzeichen und Abbruchkriterien ab. Nach dem Tauchgang ausreichend Zeit zum Aufwärmen einplanen und die nasse Ausrüstung nicht im kalten Wind liegen lassen.
Was dir auf Dauer hilft: Notier dir im Logbuch, bei welchen Temperaturen und nach welcher Zeit du anfängst zu frieren. So lernst du deine eigenen Schwellen kennen, und oft machen neue Handschuhe oder ein angepasster Unterzieher deutlich etwas aus. Mehr zu Sicht, Ruhe und Risiken im Winter steht im Beitrag Kaltwasser-Tauchen im Winter, die Grundlagen im Lexikon unter Unterkühlung.