Schnorchel ausblasen

ABC Ausruestung
ABC Ausruestung

Um nach dem Schnorcheltauchgang überschüssiges Wasser wieder aus dem Schnorchel zu entfernen, muss er nach dem Auftauchen ausgeblasen werden. Als Anfänger übst du das so: Tauche mit dem Kopf so weit unter Wasser, bis der Schnorchel vollgelaufen ist. Dann hebst du ihn mit der Spitze wieder knapp über die Wasseroberfläche und bläst ihn mit einem kurzen, kräftigen Atemstoß leer. Viel Luft braucht man dafür nicht — es kommt darauf an, kurz, kraftvoll und stoßartig auszuatmen. Je mehr du übst, desto weniger Luft verbrauchst du dabei.

Schnorchel ausblasen kann man trainieren

Wiederhole das am Anfang mehrmals. Wenn es mit voller Lunge zuverlässig klappt, atme einmal nur halb ein und mach die Übung dann. So tastest du dich an einen möglichst geringen Luftverbrauch heran. Das Ganze übst du an der Oberfläche, wo du jederzeit normal Luft holen kannst: Geht der Atemstoß daneben, nimm den Schnorchel einfach aus dem Mund und atme durch den Mund ein. Üb es trotzdem nicht allein, sondern im Beisein eines Partners — das gilt für jede Übung im Wasser.

Noch Wasser im Schnorchel? Kein Problem!

Am Anfang bleibt nach dem kräftigen Ausatmen manchmal ein kleiner Rest Wasser im Schnorchel. Das ist kein Problem: Du kannst bereits Luft holen, musst aber vorsichtig und flach einatmen, damit du das verbliebene Wasser nicht ansaugst. Nach dem Einatmen dann einfach noch einmal kräftig ausatmen, um das Restwasser zu beseitigen.

Schnorchel ausblasen perfektionieren

Wenn du genug Übung an der Oberfläche hast, wiederhole sie mit dem Kopf im Wasser: Leg das Gesicht auf die Wasseroberfläche und tauche den Kopf halb ein, so als würdest du tatsächlich schnorcheln. Am Anfang kann ein Partner oder der Tauchlehrer darauf achten, dass die Öffnung des Schnorchels dabei wirklich über der Wasseroberfläche bleibt — sonst gelingt die Übung natürlich nicht.

Diese Übung lässt sich mit dem Ausblasen der Tauchmaske kombinieren. Wer beides mit einem Atemzug beherrscht, verfügt über die grundlegenden Fertigkeiten mit der ABC-Ausrüstung und kann zum Schnorcheltauchen.

Beim Gerätetauchen gilt etwas anderes

Ein Hinweis, der hierher gehört, auch wenn er über das Schnorcheln hinausgeht: Das kurze Anhalten der Luft, das beim Schnorcheln selbstverständlich ist, gibt es beim Gerätetauchen nicht. Dort wird durchgehend geatmet — beim Auftauchen dehnt sich die Luft in der Lunge aus, und ist der Weg nach draußen versperrt, kann Lungengewebe reißen. Mehr dazu in den Tauchen Basics.

Siehe auch: Tauchmaske ausblasen · Die Grundfertigkeiten · Lexikon: Schnorchel · ABC-Ausrüstung

1 Kommentar

  1. Sehr informativer Beitrag, danke! Aber beim Gerätetauchen bin ich eigentlich immer ohne Schnorchel unterwegs. Erinnere mich aber noch an den OWD, da musste man das ja auch alles demonstrieren.

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