Tauchen im Kreidesee Hemmoor: was den See ausmacht

Versenkter Lastwagen mit Aufschrift Kreidesee am Rüttler im Kreidesee Hemmoor
Eigene Aufnahme, Kreidesee Hemmoor, Juni 2023.

Der Kreidesee Hemmoor auf einen Blick

  • Was er ist: ein gefluteter Kreidetagebau im Landkreis Cuxhaven und einer der bekanntesten Süßwasser-Tauchplätze Deutschlands.
  • Die Tiefe: rund 60 Meter – deutlich mehr, als das Sporttauchen vorsieht. Die Grube war ursprünglich 130 Meter tief und wurde mit den Trümmern der Kreidefabrik verfüllt.
  • Die Sicht: im Normalfall 10 bis 15 Meter, bei guten Bedingungen bis 25 Meter. Das ist für einen deutschen See außergewöhnlich.
  • Die Temperatur: ausgesprochenes Kaltwasser. Unterhalb der Sprungschicht liegen die Werte auch im Hochsommer im einstelligen Bereich.
  • Was am Grund liegt: die Infrastruktur des Tagebaus – Straßen, Treppen, Gleise, Betonbauten – dazu versenkte Fahrzeuge, Boote, ein Kleinflugzeug, eine Glaskuppel und eine Haiattrappe.
  • ⚠️ Die eigentliche Gefahr: Die gute Sicht lässt die Tiefe unterschätzen. Wer bei 25 Metern Sicht den Grund sieht, ist nicht 25 Meter tief.
  • Tiefenlimit nach Brevet: 25 Meter mit OWD, AOWD oder Bronze; 40 Meter ab Silber oder Rescue mit 100 Tauchgängen; 45 Meter ab Gold; 15 Meter beim Nachttauchen.
  • Verbindlich sind die Tauchregeln der Tauchbasis Kreidesee in ihrer jeweils geltenden Fassung.

Ein weißer Lastwagen steht auf einer Rampe unter Wasser, Scheinwerfer zersplittert, auf der Frontblende steht „Kreidesee“. Daneben ein Fahrrad, angelehnt an ein Geländer, als hätte jemand kurz etwas zu erledigen. Ein Stück weiter fällt der Boden weg, und an der Kante steht ein Schild: „GRUBENRAND! Ungesicherte Abbruchkante“.

Der Kreidesee Hemmoor ist kein See, in dem man Fische zählt. Er ist ein gefluteter Industriearbeitsplatz, in den seit Jahrzehnten Dinge versenkt werden – und er ist tiefer, kälter und klarer als fast alles, was Deutschland sonst an Binnentauchplätzen zu bieten hat.

Warnschild Grubenrand ungesicherte Abbruchkante unter Wasser im Kreidesee Hemmoor
Das Schild steht nicht zur Zierde dort: Hinter der Kante geht es ohne Ankündigung nach unten.

Wie aus einem Tagebau ein Tauchplatz wurde

In Hemmoor im Landkreis Cuxhaven wurde von 1862 bis 1976 Kreide abgebaut und in einer Fabrik unmittelbar am heutigen See zu Zement verarbeitet. Nach dem Ende der Förderung lief das Tagebaurestloch mit Grundwasser voll; 1982 war es gefüllt.

Eine Zahl macht den Ort begreiflich: Die Grube war ursprünglich 130 Meter tief. Verfüllt wurde sie mit den Trümmern der abgerissenen Kreidefabrik – auf heute rund 60 Meter. Damit ist der Kreidesee immer noch das dritttiefste Gewässer Norddeutschlands. Wer hier taucht, schwimmt über dem Bauschutt des Werks, das den See geschaffen hat.

Der See misst rund 33 Hektar. Zurück blieb unter Wasser die Infrastruktur des Tagebaus: Straßen, Treppen, Leitungen, Betonbauten, Gleise, Bäume.

Erschlossen wurde der See ab Ende der 1980er Jahre. Der heutige Betreiber, ein früherer Berufstaucher, hat über die Jahre gezielt Objekte versenkt: Fahrzeuge, Wohnwagen, Boote, ein Kleinflugzeug, eine Haiattrappe. Heute zählen die Portale je nach Zählweise 38 bis über 40 Tauchplätze, und es kommen rund 35.000 Tauchgänge im Jahr zusammen.

Kaltes, klares, basisches Wasser

Der Grund für die außergewöhnliche Sicht steckt im Namen. Das Wasser ist kalkgeprägt und nährstoffarm; Kreide bindet Schwebstoffe und wirkt als natürlicher Filter. Das erzeugt die türkise Farbe, für die der See bekannt ist – und Sichtweiten, die deutlich über dem liegen, was man von deutschen Baggerseen kennt.

Die Sichtangaben schwanken: Reiseberichte nennen „bis zu 40 Meter“, tauchernahe Quellen realistischere 10 bis 15 Meter im Normalfall und bis 25 Meter bei guten Bedingungen. Wer hinfährt, sollte mit der unteren Spanne rechnen und sich über mehr freuen. Sediment lässt sich hier mit einem einzigen unsauberen Flossenschlag aufwirbeln, und dann ist die Sicht auch weg.

Wer aus dem trüben Baggersee kommt, erlebt einen Unterschied ums Ganze: Statt sich von Objekt zu Objekt zu hangeln, sieht man die Struktur des Sees. Genau das ist zugleich der Punkt, an dem es gefährlich wird.

Entscheidender als die Sicht ist die Temperatur. Der See ist ein ausgesprochenes Kaltwassergewässer; unterhalb der Sprungschicht liegen die Werte auch im Hochsommer im einstelligen Bereich. Ein Trockenanzug ist hier keine Komfortfrage, sondern die Voraussetzung dafür, dass man den zweiten Tauchgang noch mit klarem Kopf macht.

Warum die gute Sicht das Risiko ist

Der Kreidesee ist rund 60 Meter tief. Das Sporttauchen sieht als Grenztiefe 40 Meter vor, und der Bereich zwischen 30 und 40 Metern ist bereits einer, in dem Stickstoffnarkose messbar wirkt und die Nullzeit schnell zu Ende geht.

Bei drei Metern Sicht merkt man das, weil es dunkel und kalt wird und man nichts erkennt. Bei zwanzig Metern Sicht merkt man es nicht: Es ist hell, man sieht Strukturen unter sich, und der nächste interessante Gegenstand liegt scheinbar in Reichweite. Die Steilwände fallen steil ab, und ein Taucher, der ihnen folgt, kann sehr schnell sehr tief sein, ohne dass sich das Bild verändert.

Taucher am Warnschild an der Abbruchkante im Kreidesee Hemmoor
An der Kante: Der Boden fällt hier ohne Vorwarnung weg.

Als Tauchlehrer formuliere ich für den Kreidesee eine einzige zusätzliche Regel: Die Maximaltiefe wird vor dem Tauchgang festgelegt, nicht unter Wasser. Wer sich vornimmt, „mal zu schauen, wie weit die Wand runtergeht“, hat den Tauchgang nicht geplant. Und wer die 40 Meter tatsächlich unterschreiten will, tut das nicht mit der Ausrüstung, die für den Rest des Sees reicht: Unterhalb der Sporttauchgrenze wird der Tauchgang dekompressionspflichtig, und dann gehören eine entsprechende Ausbildung, eine Gasplanung mit Reserve für die Stopps und eine zweite, unabhängige Atemgasquelle dazu. Der Kreidesee gibt die Tiefe her – die Voraussetzungen bringt er nicht mit.

Was die Tauchbasis verlangt

Der See ist über nummerierte Einstiege erschlossen, üblicherweise E0 bis E5 bezeichnet. Sie unterscheiden sich in Weglänge, Untergrund und darin, welche Objekte von dort aus erreichbar sind. Manche führen nach kurzem Weg in flaches Wasser, andere direkt an Kanten, hinter denen es steil abwärts geht. An Wochenenden und Feiertagen kontrolliert ein Wachdienst die eingehaltenen Tiefen.

Die Regeln der Basis sind schriftlich niedergelegt und mit der Anmeldung anzuerkennen. Die wichtigsten für das Sporttauchen:

  • Anmeldung vor jedem Tauchgang, entsprechend der geplanten Tauchart. Seeskizze und Tauchregeln werden dabei ausgehändigt.
  • Gültiges tauchärztliches Attest. Tauchen unter Einfluss von Rauschmitteln ist verboten, eine Tauchunfallversicherung wird empfohlen.
  • Kaltwassertaugliche, vollständige Ausrüstung nach DIN EN 250 mit zwei getrennt absperrbaren Atemsystemen. Nach dem Ausfall eines Automaten muss eine funktionierende Tariermöglichkeit bleiben.
  • Maximaltiefen nach Brevet: 25 Meter mit Bronze, OWD oder AOWD; 40 Meter mit Bronze und 100 Tauchgängen, Silber oder Rescue; 45 Meter mit Silber und 100 Tauchgängen, Gold, DCS oder DM; 15 Meter beim Nachttauchen.
  • Sicherheitsstopp von drei Minuten auf drei Metern ist Pflicht, die größte Dekostufe beträgt drei Meter, der Restdruck mindestens 40 bar, der Buddyabstand höchstens drei Meter.
  • Solotauchen ist verboten, ebenso das Tauchen zwischen 23 und 6 Uhr.
  • Von Objekten ist Abstand zu halten, Zugang darf man sich nicht verschaffen. Beschädigungen werden als Sachbeschädigung angezeigt.
  • Am Rüttler (E3) sind sämtliche Ausbildungstauchgänge verboten; tauchen darf dort nur, wer mindestens 40 Tauchgänge nachweist, davon fünf im Kaltwasser.
  • Nitrox: Sauerstoffpartialdruck höchstens 1,4 bar. Scooter erst ab 100 nachgewiesenen Tauchgängen.

Für das technische Tauchen gelten eigene Regeln: Anmeldung der Tauchart, maximal 45 Meter mit Luft, bei Trimix höchstens 30 Meter Narkosetiefe, Sauerstoffpartialdruck 1,4 bar in der Arbeitsphase und 1,6 bar in der Dekompression. Rebreather nur mit gerätebezogenem Ausbildungsnachweis, Zertifizierung und Versicherungsnachweis auf Verlangen.

Diese Regeln können sich ändern. Maßgeblich ist die jeweils geltende Fassung der Tauchbasis und der Aushang vor Ort.

Was unter Wasser steht

Der bekannteste Platz ist der Rüttler, ein Schubscheider aus der Zeit des Tagebaus, auf dem heute ein Lastwagen steht. Ihm ist ein eigener Beitrag gewidmet.

Lastwagen mit Aufschrift Kreidesee am Rüttler im Kreidesee Hemmoor
Der Rüttler mit dem Lastwagen – das meistfotografierte Motiv des Sees.

Daneben findet sich eine Sammlung, die man so kaum ein zweites Mal antrifft:

  • Zwei Flugzeuge: eine Piper Aerostar 601 bei 10 Metern, mit Ketten an der Rührwerkstütze verankert – und eine Piper PA-28, die aus ihrer Verankerung gerutscht ist und heute auf 53 Metern liegt.
  • Eine Haiattrappe aus Kunststoff, auf der Seekarte als „Weisser Hai“ bei 10 Metern geführt. Sie steht damit im flachen Bereich und ist ein dankbares Fotomotiv – auch wenn beim ersten Anblick kurz etwas anderes passiert als reine Freude über das Motiv.
  • Ein Briefkasten am Geländer der Rüttler-Plattform auf 18 Metern; wasserfeste Postkarten dazu gibt es an der Basis.
  • Eine Glaskuppel, unter der man den Kopf frei bekommt.
  • Fahrzeuge und Boote, verteilt über verschiedene Tiefen: ein Segelboot bei 12 Metern, eine Segelyacht bei 17, Mitsubishi und Polo bei 20, ein DLRG-Wohnwagen bei 26, ein weiterer Wohnwagen bei 40 und die Mahusan, ein Streifenboot, bei 53 Metern.
  • Reste des Tagebaus: Gleise, Betonplatten, Rohrleitungen, Treppen – und ein versunkener Wald.
Haiattrappe im Kreidesee Hemmoor mit Taucher
Die Haiattrappe im flacheren Bereich – aus Kunststoff, aber beim ersten Anblick trotzdem wirksam.
Glaskuppel unter Wasser im Kreidesee Hemmoor mit Taucher darunter
Unter der Glaskuppel bekommt man den Kopf frei – im Wortsinn.
Versenktes Fahrrad neben gelbem Kasten am Geländer im Kreidesee Hemmoor
Ein Fahrrad, angelehnt an ein Geländer, als hätte jemand kurz etwas zu erledigen.

Die Seekarte der Basis führt rund 40 nummerierte Objekte, von der Lkw-Rampe bei null bis sechs Metern bis zu Versorgungsleitungen, die bis auf 56 Meter hinunterreichen. Ein großer Teil dessen, wofür man nach Hemmoor fährt, liegt aber flach genug, dass es auch ohne Tieftauchbrevet erreichbar ist.

Im Rüttler sammeln sich Luftblasen – eine Kuriosität, über die viel geschrieben wird, weil man darin den Atemregler kurz aus dem Mund nehmen und sich verständigen kann. Aus tauchmedizinischer Sicht ist das kein harmloser Spaß: Es handelt sich um eine Gasblase unbekannter Zusammensetzung unter erhöhtem Druck. Wer dort einatmet, atmet nicht kontrolliertes Atemgas. Und beim anschließenden Aufstieg gilt uneingeschränkt die Regel, die Luft nicht anzuhalten. Für Rüttler, Fahrzeuge und Silos gilt darüber hinaus dasselbe wie für jedes Wrack: Sobald man hineinschwimmt, ist über einem kein Wasser mehr, sondern Stahl oder Beton. Das ist eine Überkopfumgebung, und sie verlangt dieselbe Ausbildung und dieselbe Ausrüstung wie das Innere eines Wracks. Von außen anschauen ist die Variante, für die es keinen Kurs braucht – und die einzige, die die Basis erlaubt.

Der Punkt, an dem der See ernst wird

Hemmoor hat eine Eigenschaft, die man beim Blick auf die Fotos leicht übersieht: Der See ist tief, kalt und dunkel, und die Kanten kommen ohne Ankündigung. Das Warnschild am Grubenrand ist kein Dekorationsobjekt.

Es hat hier wiederholt tödliche Tauchunfälle gegeben. Für die Jahre 2010 bis 2016 sind sechs Todesfälle dokumentiert; für den Zeitraum 2017 bis 2022 verzeichnete die Polizei 14 Tauchunfälle mit vier Todesfällen.

Die Gründe liegen auf der Hand und sind keine Besonderheit dieses Sees:

  • Kälte senkt die Leistungsfähigkeit und beschleunigt die Erschöpfung, oft schneller, als man es selbst bemerkt.
  • Tiefe ist hier ohne Anstrengung erreichbar. Wer über die Kante schwimmt, kann ohne Weiteres in Bereiche geraten, auf die weder Ausbildung noch Ausrüstung ausgelegt sind.
  • Süßwasser und Trockenanzug verändern das Tarierverhalten gegenüber dem, was man aus dem Salzwasser gewohnt ist.
  • Sicht kann in Sekunden verschwinden, wenn Sediment aufgewirbelt wird – und mit ihr die Orientierung an einem Objekt, das man gerade noch vor sich hatte.

Wer aus dem Roten Meer kommt und Hemmoor als „auch mal was anderes“ einplant, sollte den Unterschied nicht unterschätzen. Dies ist ein anderes Tauchen, nicht dasselbe Tauchen bei anderer Wassertemperatur.

Ausrüstung und Praktisches

Wer in den Bereich unterhalb der Sprungschicht will, kommt an einem Halbtrocken- oder Trockentauchanzug schwer vorbei. Dazu gehört eine Lampe – nicht, weil es dunkel wäre, sondern weil Farben in der Tiefe verschwinden und die Objekte ohne Licht grau bleiben. Und ein Tauchcomputer, dessen Warnungen man ernst nimmt: Am Kreidesee ist die Nullzeit der begrenzende Faktor, nicht der Flaschendruck.

Der See wird von einer Tauchbasis betrieben, die den Zugang regelt, Füllungen anbietet (auch Nitrox und Trimix) und die Infrastruktur unterhält. Anmeldung, Tageskarten und Übernachtungsmöglichkeiten direkt am See laufen über den Betreiber.

Beste Zeit: Der See ist ganzjährig betauchbar. Im Spätsommer ist die Oberflächenschicht angenehmer, an der Sprungschicht ändert das wenig. Im Winter ist die Sicht oft am besten und der Betrieb am ruhigsten.

Die Beiträge zu den einzelnen Tauchplätzen

Der Kreidesee lässt sich nicht in einem Beitrag abhandeln. Wir beschreiben die Plätze deshalb einzeln. Bisher beschrieben: der Rüttler mit dem Lastwagen, die Holztreppen davor, die beiden Flugzeuge und die Mahusan; weitere folgen.

Häufige Fragen zum Kreidesee Hemmoor

Wie tief ist der Kreidesee Hemmoor?
Rund 60 Meter. Die Grube war ursprünglich 130 Meter tief und wurde mit den Trümmern der abgerissenen Kreidefabrik verfüllt. Damit liegt der See deutlich unterhalb der Grenztiefe von 40 Metern, die das Sporttauchen vorsieht – und er ist das dritttiefste Gewässer Norddeutschlands.
Wie gut ist die Sicht im Kreidesee?
Im Normalfall 10 bis 15 Meter, bei guten Bedingungen bis 25 Meter. Das ist für ein deutsches Binnengewässer außergewöhnlich und geht auf die Kreide zurück, die Schwebstoffe bindet. Diese Sicht ist zugleich die größte Gefahr des Sees, weil sie die Tiefe unterschätzen lässt.
Welches Brevet brauche ich für den Kreidesee?
Die Tauchbasis staffelt die Maximaltiefe nach Brevet: 25 Meter mit Bronze, OWD oder AOWD; 40 Meter mit Bronze und 100 Tauchgängen, Silber oder Rescue; 45 Meter mit Silber und 100 Tauchgängen, Gold, DCS oder DM. Beim Nachttauchen sind es 15 Meter. Am Rüttler (E3) sind mindestens 40 Tauchgänge nötig, davon fünf im Kaltwasser.
Was kann man im Kreidesee sehen?
Die erhaltene Infrastruktur des Kreidetagebaus – Gleise, Betonbauten, Treppen, Rohrleitungen und einen versunkenen Wald – dazu versenkte Fahrzeuge, Boote, ein Kleinflugzeug, eine Glaskuppel, einen Briefkasten und eine Haiattrappe. Bekanntester Platz ist der Rüttler mit dem Lastwagen darauf.
Welchen Anzug brauche ich im Kreidesee?
Für die oberen Meter im Hochsommer reicht ein kräftiger Nassanzug, für alles darunter nicht. Unterhalb der Sprungschicht liegen die Temperaturen auch im Hochsommer im einstelligen Bereich, und die interessanten Objekte liegen tief. Wer den See wirklich betauchen will, plant mit Halbtrocken- oder Trockentauchanzug – und mit einer Lampe, weil die Farben sonst wegbleiben.
Darf man im Kreidesee nachts tauchen?
Zwischen 23 und 6 Uhr ist das Tauchen untersagt. Beim Nachttauchen außerhalb dieser Sperrzeit liegt die Maximaltiefe bei 15 Metern. Solotauchen ist zu jeder Zeit verboten.

Siehe auch: Der Rüttler im Kreidesee Hemmoor · Dekompression · Nullzeit · Tauchlampe


Die Bilder in diesem Beitrag sind eigene Aufnahmen aus dem Juni 2023.

Quellen und weiterführende Links

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