Titan-Unglück: Warum ein Druckkörper keine Fehler verzeiht

Suchflugzeug HC-130 Hercules der US-Küstenwache in einem Hangar in St. John's, Neufundland, vor dem Start zur Suche nach der Titan
Suchflugzeug der US-Küstenwache vor dem Einsatz, 21. Juni 2023. Foto: U.S. Coast Guard / Petty Officer 1st Class Amber Howie, gemeinfrei, via Wikimedia Commons

Das Unglück der Titan auf einen Blick

  • Der Tauchgang: Am Sonntag, 18. Juni 2023, startete das 21 Fuß (rund 6,4 Meter) lange Tauchboot Titan um 8 Uhr Ostküstenzeit vom Begleitschiff Polar Prince zum Wrack der Titanic, rund 900 Seemeilen östlich von Cape Cod.
  • Der Kontaktabbruch: Nach einer Stunde und 45 Minuten brach die Verbindung ab. Um 17:40 Uhr ging bei der US-Küstenwache die Meldung ein, dass das Boot überfällig ist. Auftauchen sollte es um 15 Uhr.
  • Der Fund: Am 22. Juni entdeckte ein Tauchroboter der Horizon Arctic etwa 1.600 Fuß, also knapp 500 Meter, vor dem Bug der Titanic fünf große Trümmerteile, darunter den Heckkonus.
  • Die Einschätzung: Laut Konteradmiral John Mauger passen die Trümmer zu einem „katastrophalen Verlust der Druckkammer“. Alle fünf Menschen an Bord sind tot.
  • Die frühen Warnungen: Schon im Januar 2018 hatte der damalige Leiter der Schiffsoperationen, David Lochridge, Prüfungen des Kohlefaserrumpfs verlangt. Im März 2018 folgte ein kritisches Schreiben aus dem Tauchbootausschuss der Marine Technology Society.
  • Die Physik dahinter: Alle rund 10 Meter Wassertiefe steigt der Druck um etwa ein Bar. In rund 3.800 Metern Tiefe, wo die Titanic liegt, lasten also rund 380 Bar auf jedem Bauteil.

Fünf Menschen sind auf dem Weg zum Wrack der Titanic ums Leben gekommen. Am Donnerstag, 22. Juni 2023, hat die US-Küstenwache bestätigt, was nach vier Tagen Suche im Nordatlantik viele befürchtet hatten: Auf dem Meeresgrund liegen Trümmer des Tauchboots Titan, und diese Trümmer passen zu einem katastrophalen Versagen des Druckkörpers. Die Betreiberfirma OceanGate geht davon aus, dass ihr Chef Stockton Rush, Shahzada Dawood und sein Sohn Suleman Dawood, Hamish Harding und Paul-Henri Nargeolet ums Leben gekommen sind.

Unsere Gedanken sind bei den Familien und Freunden der fünf Männer. Dieser Beitrag fasst zusammen, was bis heute öffentlich bekannt ist, ohne zu spekulieren, was genau in der Tiefe passiert ist. Das werden die Untersuchungen klären müssen. Dazu kommt ein Blick auf die Physik, die jeden von uns betrifft, der mit Flasche und Atemregler ins Wasser geht: Warum ein Taucher dem Wasserdruck nachgibt und ein Druckkörper ihm standhalten muss, und warum geprüfte Ausrüstung kein Papierkram ist.

Nach 105 Minuten brach der Kontakt zur Titan ab

Die Titan war ein Tauchboot für fünf Personen, einen Piloten und vier zahlende Teilnehmer, die OceanGate „Mission Specialists“ nannte. Gebaut war sie aus Titan und gewickelter Kohlefaser, ausgelegt nach Firmenangaben für 4.000 Meter Tiefe. Ein Platz auf einer Expedition kostete 250.000 US-Dollar. Eingesetzt wurde die Titan vom kanadischen Forschungsschiff Polar Prince aus.

Laut US-Küstenwache begann der Tauchgang am 18. Juni 2023 um 8 Uhr Ostküstenzeit. Die Titan sollte um 15 Uhr wieder auftauchen. Eine Stunde und 45 Minuten nach dem Start riss die Verbindung zum Begleitschiff ab. Um 17:40 Uhr erhielt die US-Küstenwache die Meldung, dass das Boot überfällig ist. Die Stelle liegt rund 900 Seemeilen östlich von Cape Cod im US-Bundesstaat Massachusetts, weit draußen im offenen Atlantik.

An Bord waren fünf Männer. Stockton Rush hatte OceanGate 2009 mitgegründet und steuerte die Titan. Hamish Harding war Unternehmer und Entdecker, Vorsitzender der Firma Action Aviation und Inhaber mehrerer Guinness-Rekorde. Shahzada Dawood war stellvertretender Vorsitzender des pakistanischen Konzerns Engro. Sein Sohn Suleman war 19 Jahre alt und studierte im ersten Jahr an der Universität Strathclyde in Glasgow. Paul-Henri Nargeolet diente 22 Jahre in der französischen Marine, leitete 1987 den ersten Bergungstauchgang zur Titanic und war seither 37 Mal mit Tauchbooten am Wrack. In der Szene nannten sie ihn „Mr. Titanic“.

Vier Tage lang suchten Schiffe, Flugzeuge und Tauchroboter

Die Suche wurde schnell international. Die US-Küstenwache bildete ein gemeinsames Einsatzkommando. Flugzeuge vom Typ C-130 Hercules flogen Suchmuster über das Gebiet, das kanadische Schiff John Cabot suchte mit Sonar, die Versorgungsschiffe Skandi Vinland und Atlantic Merlin kamen dazu. Das französische Forschungsschiff L’Atalante brachte den Tauchroboter Victor 6000 mit, die US-Marine schickte Fachleute und ein Hebesystem für schwere Lasten aus großer Tiefe nach St. John’s in Neufundland.

Am 21. Juni meldete die Küstenwache, im Suchgebiet seien Unterwassergeräusche aufgefangen worden. Die Einsätze der Tauchroboter wurden daraufhin verlagert, um den Ursprung zu erkunden, die Aufnahmen gingen zur Auswertung an die Marine. Über die Tage lief öffentlich eine Rechnung mit, die viele Menschen bewegt hat: Die Titan war nach Angaben des Betreibers mit Sauerstoff für 96 Stunden ausgestattet. Rechnerisch reichte dieser Vorrat vom Start am Sonntagmorgen bis Donnerstagmorgen.

Das Suchgebiet war riesig und die Tiefe gewaltig. Die Titanic liegt in rund 3.800 Metern Tiefe. Dort unten kann ein Mensch nichts ausrichten, nur ferngesteuerte Fahrzeuge mit sehr langen Kabeln. Am 22. Juni waren nach Angaben der Küstenwache neun Schiffe im Einsatz.

Der Trümmerfund am 22. Juni bestätigte die schlimmste Annahme

Am Donnerstagmorgen gegen 7:45 Uhr setzte das kanadische Schiff Horizon Arctic seinen Tauchroboter ab, und der fand am Meeresgrund Trümmer. Zuerst wurde der Heckkonus der Titan entdeckt, etwa 1.600 Fuß, also knapp 500 Meter, vor dem Bug der Titanic. Paul Hankins, der Bergungsexperte der US-Marine, sprach auf der Pressekonferenz von fünf großen Trümmerteilen, die zeigten, dass es sich um die Überreste der Titan handle. Dazu gehörten neben dem Heckkonus auch das vordere und das hintere Ende des Druckkörpers.

Konteradmiral John Mauger von der US-Küstenwache fasste die Lage so zusammen: „Die Trümmer passen zu einem katastrophalen Verlust der Druckkammer.“ Er sprach den Familien im Namen der Küstenwache und des gesamten Einsatzkommandos sein tiefstes Beileid aus. Ob und wann die Toten geborgen werden können, konnte er nicht sagen. Er verwies auf die „unglaublich unerbittliche Umgebung“ am Meeresgrund.

Am selben Tag wurde bekannt, dass die US-Marine schon kurz nach dem Kontaktabbruch am Sonntag mit ihren Unterwasser-Horchsystemen eine akustische Auffälligkeit registriert hatte, die zu einer Implosion oder Explosion passt, in der Nähe der Stelle, an der die Titan zuletzt Kontakt hatte. Nach Angaben aus der Marine half das, das Suchgebiet einzugrenzen. Nach dem Trümmerbild hat sich das Versagen nach Einschätzung der Küstenwache in der Wassersäule ereignet. Wann genau, blieb am Donnerstag offen.

OceanGate teilte mit, man gehe davon aus, dass die fünf Männer ums Leben gekommen sind. „Diese Männer waren echte Entdecker, die einen besonderen Abenteuergeist und eine tiefe Leidenschaft für die Erforschung und den Schutz der Weltmeere teilten“, heißt es in der Erklärung. Die Familie Dawood sprach von einem unvorstellbaren Verlust und dankte den Suchmannschaften.

Kritik an der Bauweise wurde schon 2018 öffentlich

In den Tagen der Suche rückten Berichte in den Vordergrund, nach denen OceanGate schon Jahre vorher auf Bedenken hingewiesen worden war. Was genau zum Verlust der Titan geführt hat, ist offen. Die folgenden Punkte sind das, was damals, im Jahr 2018, dokumentiert wurde und worüber Medien jetzt berichten. Sie sind kein Urteil über die Ursache.

Der erste Punkt betrifft David Lochridge, damals Leiter der Schiffsoperationen bei OceanGate. Nach Gerichtsunterlagen, über die TechCrunch und Reuters berichten, legte er am 18. Januar 2018 einen kritischen Prüfbericht vor. Darin hielt er unter anderem fest, dass am Kohlefaserrumpf sichtbare Fehlstellen zu sehen seien, die sich bei wiederholter Druckbelastung ausweiten könnten. Er verlangte zerstörungsfreie Prüfungen des Rumpfs. Außerdem schrieb er, der Hersteller des vorderen Sichtfensters bescheinige dieses nur für 1.300 Meter, nicht für die angestrebten 4.000 Meter. Ein akustisches Überwachungssystem, auf das OceanGate setzte, würde nach seiner Einschätzung erst Millisekunden vor einem Versagen warnen. Lochridge weigerte sich, bemannte Testtauchgänge ohne weitere Prüfungen freizugeben, und wurde entlassen.

Juristisch ging es danach andersherum, als es oft verkürzt heißt: OceanGate verklagte Lochridge im Juni 2018 vor einem Bundesgericht in Seattle, unter anderem wegen der Weitergabe vertraulicher Informationen. Lochridge erhob eine Gegenklage wegen Vergeltung gegen einen Hinweisgeber. Das Unternehmen hielt dagegen, sein akustisches Überwachungssystem sei besser geeignet, Probleme zu erkennen, als die geforderten Prüfungen, und Lochridge sei kein Ingenieur. Im November 2018 einigten sich beide Seiten außergerichtlich.

Der zweite Punkt ist ein Schreiben vom 27. März 2018. Will Kohnen, Vorsitzender des Ausschusses für bemannte Tauchboote der Marine Technology Society, formulierte darin die „einhellige Sorge“ von Ausschussmitgliedern. Der zentrale Satz lautet: „Unsere Befürchtung ist, dass der derzeitige experimentelle Ansatz von OceanGate zu negativen Folgen führen könnte, von gering bis katastrophal.“ Kern der Kritik war, dass die Titan nicht von einer unabhängigen Klassifikationsgesellschaft wie DNV geprüft und zertifiziert werden sollte. Nach Berichten von Reuters und NPR verweigerte der Vorstand der Gesellschaft eine offizielle Absendung. Rush kannte den Inhalt nach Angaben des Senders CBC trotzdem, ein Entwurf hatte ihn erreicht. Er und Kohnen sprachen darüber und blieben, wie Kohnen es beschreibt, bei unterschiedlichen Auffassungen.

OceanGate selbst hatte seine Haltung 2019 in einem Blogbeitrag erklärt. Der Klassifizierungsprozess sei zwar etabliert, dauere aber lange und sei für schnelle Innovation hinderlich. Kohnen sagte in diesen Tagen dem kanadischen Sender CBC, es gebe weltweit nur rund zehn Tauchboote, die 4.000 Meter oder tiefer tauchen können, und alle außer der Titan seien zertifiziert.

Warum ich dem Wasserdruck nachgebe und ein Druckkörper ihm standhalten muss

Nach der Nachricht von der Implosion liegt eine Frage nahe: Taucher gehen doch auch unter Wasser, warum hält ein Mensch das aus und ein Boot aus Titan und Kohlefaser nicht? Die Antwort liegt im Unterschied zwischen Umgebungsdruck und Druckdifferenz, und den sollte jeder Sporttaucher im Schlaf erklären können.

Nach Angaben der US-Wetter- und Ozeanbehörde NOAA steigt der Druck im Meer alle 33 Fuß, also rund alle 10 Meter, um eine Atmosphäre. An der Oberfläche liegt ein Bar an, in 10 Metern zwei, in 30 Metern vier. Wenn ich tauche, bekomme ich diesen Druck in jeder Tiefe voll ab, von allen Seiten. Das funktioniert, weil mein Atemregler mir die Luft genau bei diesem Umgebungsdruck liefert. Die erste Stufe reduziert den Flaschendruck auf einen Mitteldruck, die zweite Stufe senkt ihn auf den Umgebungsdruck, damit sich das Einatmen so normal wie möglich anfühlt. So beschreibt es das Divers Alert Network. In meiner Lunge herrscht also derselbe Druck wie im Wasser um mich herum. Kein Unterschied zwischen innen und außen, nichts, das zusammengedrückt wird.

Wo das nicht automatisch passiert, merke ich es sofort: In Ohren und Nebenhöhlen sitzt Luft, die ich aktiv ausgleichen muss. Die NOAA schreibt, dass man den steigenden Druck schon wenige Fuß unter der Oberfläche auf dem Trommelfell spürt. Jeder Druckausgleich, den ich beim Abtauchen mache, ist im Kleinen genau das Prinzip, um das es geht: Druckunterschiede zwischen einem Gasraum und dem Wasser beseitigen, bevor sie Schaden anrichten.

Ein Tauchboot wie die Titan arbeitet genau umgekehrt. Innen herrscht Oberflächendruck, damit die Insassen ohne Druckausgleich und ohne Dekompression tauchen können. Außen lastet in rund 3.800 Metern Tiefe nach der NOAA-Faustregel ein Druck von rund 380 Bar. Diese ganze Differenz muss die Wand des Druckkörpers tragen, auf jedem Quadratzentimeter, bei jedem Tauchgang wieder. Eric Fusil beschreibt in einer Einordnung für The Conversation, was bei einem Versagen passiert: Der Rumpf wird vom Gewicht einer 3.800 Meter hohen Wassersäule in weniger als einer Sekunde von allen Seiten zusammengedrückt. Das meint das Wort Implosion.

Für mich unter Wasser heißt das: Meine Grenzen liegen ganz woanders. Meine Probleme in der Tiefe sind Gasgesetze, Stickstoff und Sauerstoff, nicht das Zerquetschtwerden. Ein Druckkörper dagegen ist eine Konstruktion, die ihre Grenze in sich trägt. Er hält, solange Material, Bauweise und Prüfung zusammenpassen. Wenn nicht, bleibt keine Reaktionszeit.

Geprüfte Druckbehälter sind auch bei meiner Ausrüstung keine Formsache

Einen Druckbehälter trage ich bei jedem Tauchgang auf dem Rücken. Meine Tauchflasche ist das Gegenstück zum Druckkörper: Der hohe Druck sitzt innen, außen ist es vergleichsweise wenig. Auch hier hängt die Sicherheit an Normen und Prüfungen, und die sind aus gutem Grund streng. Eine Flasche mit 200 Bar Fülldruck wird mit 300 Bar geprüft, eine 300-Bar-Flasche mit 450 Bar. Der Prüfdruck liegt also deutlich über dem, was die Flasche im Alltag aushalten muss.

In Deutschland müssen Tauchflaschen nach der Betriebssicherheitsverordnung alle zweieinhalb Jahre zur wiederkehrenden Prüfung, dem sogenannten Flaschen-TÜV. Dazu kommen Druckprüfung mit Wasser, Sichtprüfung innen und außen und ein Prüfstempel mit Datum auf der Flasche. Empfohlen wird zusätzlich eine jährliche Sichtprüfung. Ein Blick auf den Stempel vor dem Füllen gehört für mich deshalb dazu. Ist die Frist abgelaufen, geht die Flasche erst zur Prüfung und dann an den Kompressor, egal wie gut sie aussieht.

Beim Atemregler ist es ähnlich. Die europäische Norm EN 250 legt Mindestanforderungen für Drucklufttauchgeräte mit offenem Kreislauf fest, geprüft im Labor und in der Praxis, und zwar für eine maximale Tiefe von 50 Metern. Das ist eine klare Zahl, die mir sagt, wofür mein Gerät gebaut und getestet wurde. Genau solche Zahlen sind es, um die es in der Kritik an der Titan ging: Ein Sichtfenster, das laut Lochridge nur für 1.300 Meter bescheinigt war, und ein Boot, das ohne unabhängige Klassifizierung auf 4.000 Meter tauchen sollte.

Die Lehre, die ich daraus für mich ziehe, hat nichts mit Schuld zu tun, sondern mit Handwerk. Eine unabhängige Prüfung ist kein Misstrauensvotum gegen den Hersteller, sondern ein zweiter Blick, der Fehler findet, die man selbst übersieht. Wenn ich meinen Flaschen-TÜV aufschiebe, einen Regler jahrelang ohne Revision benutze oder Ausrüstung außerhalb ihrer geprüften Grenzen einsetze, dann setze ich genau diesen zweiten Blick außer Kraft. Das Risiko ist bei mir kleiner als in 3.800 Metern Tiefe. Das Prinzip ist dasselbe.

Häufige Fragen zum Unglück der Titan

Was ist mit dem Tauchboot Titan passiert?
Die Titan verlor am 18. Juni 2023 auf dem Weg zum Titanic-Wrack eine Stunde und 45 Minuten nach dem Start den Kontakt zum Begleitschiff Polar Prince. Am 22. Juni fanden Tauchroboter knapp 500 Meter vor dem Bug der Titanic Trümmer. Laut US-Küstenwache passen sie zu einem katastrophalen Verlust der Druckkammer. Alle fünf Menschen an Bord kamen ums Leben.
Wie tief liegt das Wrack der Titanic?
Das Wrack liegt in rund 3.800 Metern Tiefe im Nordatlantik, etwa 900 Seemeilen östlich von Cape Cod. Dort herrscht ein Wasserdruck von rund 380 Bar.
Warum hält ein Taucher den Wasserdruck aus, ein U-Boot aber nicht immer?
Ein Taucher atmet über den Atemregler Luft mit Umgebungsdruck. Innen und außen herrscht derselbe Druck, es gibt keine Differenz, die ihn zusammendrückt. Ein Tauchboot hält innen Oberflächendruck. Die gesamte Differenz zum Außendruck muss die Wand des Druckkörpers tragen. Versagt sie, wird der Rumpf in Sekundenbruchteilen nach innen zerdrückt.
War die Titan zertifiziert?
Nein. Die Titan war nicht von einer unabhängigen Klassifikationsgesellschaft wie DNV zertifiziert. OceanGate hatte 2019 erklärt, der Klassifizierungsprozess bremse Innovation. Aus der Marine Technology Society war das 2018 kritisiert worden.
Wie oft muss eine Tauchflasche geprüft werden?
In Deutschland ist die wiederkehrende Prüfung für Tauchflaschen alle zweieinhalb Jahre vorgeschrieben, mit Druckprüfung und Prüfstempel. Empfohlen wird zusätzlich jedes Jahr eine Sichtprüfung.

Quellen und weiterführende Links

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